Ketone für Anfänger

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Herzlich willkommen! Die Absicht dieser Seite ist, einen grundlegenden Überblick über Ketone zu geben, in einer leicht verständlichen Sprache (und mit hilfreichen  Bildern!)

Du sollst lernen was Ketone sind, welche Ursachen Ketone haben können, was die Anzeichen für Ketone sind und wie du sie entdecken kannst.

Wenn dir irgendetwas auf dieser Seite nicht klar ist oder du weitere Informationen haben möchtest, sieh bitte auf Fawn´s Ketone mini- FAQ nach oder bei PetswithDiabetes.org´s page on Ketoacidosis (beide Seiten auf Englisch). Natürlich kannst du auch Gorb ein paar Zeilen schicken mit zusätzlichen Fragen oder Kommentaren. (Gorb versteht leider nur Englisch!)

Was sind Ketone?

Ketone sind ein Fettnebenprodukt (eine Säure), die entstehen, wenn der Körper Fett in Energie umwandelt. Ketone kommen bei Menschen wie bei Katzen vor (Diäten fördern zum Beispiel die Entwicklung von Ketonen, um gespeichertes Fett abzubauen).

Bei einem Diabetiker ist oft das grundlegende Problem bei der Ketonentwicklung, dass der Körper nicht in ausreichender Verfassung ist, mit den Ketonen selber fertig zu werden.

Ein Mitglied des FDMB beschrieb das einmal so:

·         Du gibst eine Party. Du bestellst 100 Pizzas (Pizzas = Glukose)

·         Der Pizzabäcker hat nur einen Boten, der die 100 Pizzas ausliefern kann.

·         Die Gäste aber sind hungrig und wollen essen. Sie bestellen sich Essen beim Chinesen (Chinese = Ketone)

Der Körper braucht Energie, um auf Touren bleiben zu können. Er geht an die üblichen Quellen, aber es ist nicht genug Insulin vorhanden, um Glukose /Kohlenhydrate in Energie umzuwandeln. Um aber den Betrieb aufrechterhalten zu können, beginnt er, gespeichertes Fett zu verbrennen und in Energie umzuwandeln. Ketone sind ein saures Nebenprodukt bei diesem Prozess.

Das hört sich nicht gerade gut an, nicht wahr? Wir haben es durchgemacht, es ist kein Vergnügen! Unbehandelte Ketone können  eine lebensbedrohliche Situation hervorrufen.

Was kann Ketone verursachen?

Du hast jetzt sicher verstanden, dass Ketone entstehen, wenn der Körper gespeichertes Fett in Energie umwandelt. Hier sind einige Situationen aufgezeigt, wo es sehr wahrscheinlich ist, dass Ketone entstehen:

·         bei einer Infektion

·         unregulierter oder nicht diagnostizierter Diabetes

·         hohe Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum

·         Futterverweigerung oder kein regelmäßiges Essen

Nach meiner Erfahrung sind einige Katzen anfälliger für Ketone (Gorb hatte Ketoazidose und auch zweimal im letzten Jahr Ketone im Urin). Einige Katzen bekommen vielleicht nie Ketone, aber es kommt mir sicherer vor, wenn jeder regelmäßig auf Ketone testet. Sonst könnte er sich plötzlich in einer kritischen Situation befinden. (Wenige Euros für Ketonstreifen stehen einer eventuell teuren Behandlung in der Tierklinik gegenüber).

Stell dir Ketone wie Schwiegereltern vor. Sie erscheinen auch manchmal wie aus heiterem Himmel. Oder sie erscheinen nur kurz zu einer Stippvisite (vielleicht wenn du gerade beschäftigt oder müde bist). Wenn du ihnen die Gelegenheit gibst, sich einzunisten und sich zu etablieren, ist es verflixt schwer, sie wieder loszuwerden.

Anzeichen für Ketone

Ketone und ihre noch viel schlimmere Stiefschwester, die  Ketoazidose, machen sich folgendermaßen bemerkbar:

·         merkwürdiger Atem. Nicht der normale Katzenatem, sondern ein mehr fruchtiger                                          Geruch, nach Aceton (wie Nagellackentferner)

·         Abgeschlagenheit- wenn deine Katze Ketone hat, fühlt sie sich höchstwahrscheinlich ganz schlecht

·         Erbrechen und Appetitmangel – die Katze fühlt sich nicht gut und verweigert in der Regel nach einer Weile das Essen

·         Gewichtsverlust – erinnere dich, Ketone entstehen bei der Verbrennung der Fettreserven- wenn also deine Katze an unerklärlichem Gewichtsverlust leidet, halte die Augen auf und denk an Ketone

Wie kann ich erkennen, ob meine Katze Ketone oder Ketoazidose hat?

Der Körper scheidet Ketone über die Nieren und über die Lunge aus. Wir merkten, dass mit Gorb ernsthaft was nicht in Ordnung war, als er einen bösen Husten bekam (wir wussten noch nicht, dass er Diabetes hatte). Es ist leicht,  mit Ketonteststreifen den Urin zu testen, und wir empfehlen es dringend allen, die eine diabetische Katze betreuen.

 

Hier ist eine Abbildung  von einer Schachtel mit Ketodiastix (du kannst sie in jeder Apotheke für wenige Euro kaufen).

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Urin zu testen. Wir halten den Teststreifen direkt in Gorbs Urinstrahl (nach den ersten Versuchen bekamen wir schnell heraus, wohin er „zielte” LOL). Andere wiederum ersetzen die Katzenstreu durch verschiedene Materialien, so dass der Urin sich sammeln kann und nicht aufgesogen wird. Wenn du Schwierigkeiten haben solltest, eine Urinprobe aufzufangen, frage im FDMB um Rat. Jemand hat sogar ein Katzenklo mit einem Alarmsystem erfunden!

Du besorgst dir also die Urinprobe, hältst sie kurz in den Urin und misst genau 15 Sekunden. Dann vergleichst du den Teststreifen mit der Farbtafel auf der Flasche.

Beachte bitte, dass es wichtig ist, die Zeit genau einzuhalten. Nach einer Weile dunkelt der Streifen nämlich nach und du bekommst womöglich ein falsches Ergebnis. Erspare dir die eigene Herzattacke!!

Hier ist die Farbtafel von den Ketonteststeifen:

 

 

Vielleicht guckst du dir den Teststreifen an und meinst:„ Hmm, NEGATIV und SPUR (5mg/dl) sehen sich sehr ähnlich und sind schwer zu unterscheiden…. Wie soll ich wissen, was von beiden es ist?”  NEGATIV ist mehr pfirsichfarben, SPUR ist etwas rosa. Wenn du je eine Probe hast, worauf eine SPUR Ketone zu sehen ist, du wirst es sofort sehen! Die schwachrosa Farbe springt dir förmlich in die Augen!!

Wir testen mindestens einmal die Woche auf Ketone und empfehlen dir das gleiche, auch wenn deine Katze noch nie Ketone hatte. Wir testen immer mit 2 Streifen gleichzeitig. Die angebrochene Flasche ist sowieso nur 6 Monate haltbar. Anstatt die halbe Packung wegzuwerfen, messen wir doppelt. Das bedeutet auch, dass wir das Ergebnis nicht in Frage zu stellen brauchen und auf eine neue Gelegenheit zum Testen warten müssen:)

Wenn deine Katze nur eines der obigen Anzeichen hat (Erbrechen, Futterverweigerung, schlechtes Befinden), wäre es gut, noch einmal einen Extratest durchzuführen, und wenn es nur zur eigenen Beruhigung ist.

Wir hoffen, dass du jetzt ein Grundwissen über Ketone hast und weißt, wie wichtig es ist, regelmäßig zu testen. Wenn du vermutest, deine Katze könnte Ketone haben oder wenn du ein positives Testergebnis bekommst, solltest du dich umgehend mit deinem Tierarzt in Verbindung setzen. Ketone können sehr schnell eine sehr gefährliche Situation heraufbeschwören. Es ist mit Sicherheit nicht eine solche Situation, wo man sich sagt: „ Na ja, es ist Freitag, wir werden bis Montag warten und dann den Doktor anrufen.”

Danke, dass du dir Zeit genommen hast, dies zu lesen. Wir hoffen, dass wir dir helfen konnten. Wenn du irgendwelche Vorschläge oder Fragen zu dieser Seite hast, lass es uns bitte wissen.

 


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