Leitfaden zum richtigen Verabreichen von Spritzen

Was machst du, wenn dich deine Katze fragt: „WO willst du mich mit dieser Nadel stechen???“

Tipps von einer Zuckerkatze und ihrem Frauchen… nämlich von Jamie und Boots

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Ich fange mit Robins bewährtem Vorschlag an:  Bilde mit den Fingern ein Zelt und spritze durch die Tür! Stelle es dir so vor:

 

 

Die einfachste Stelle dafür ist das Nackenfell (meiner Meinung nach).

 

Versuche, das körperliche Unbehagen auf ein Minimum zu reduzieren!  Benutzt du das Insulin direkt aus dem Kühlschrank? Kaltes Insulin kann wehtun und brennen, wenn es in den Körper eindringt. Du kannst die Insulinmenge aufziehen und dann die Spritze einige Minuten in der Hand halten (rolle sie vorsichtig hin und her und warte, dass das Insulin sich gut vermischt; die Nadel sollte dabei nach oben zeigen). Danach gibst du die Injektion. Nur deine Körperwärme darf das Insulin erwärmen. Andere Wärmequellen können das Insulin schädigen, so dass es weniger wirksam oder ganz unbrauchbar ist.

Die Bildung des „Zeltes” bewirkt, dass die Körperregion etwas taub ist. Einige von uns drücken das „Zelt” fester zusammen, das betäubt vorübergehend die Nervenenden.

Spritze in einem relativ flachen Winkel (parallel zum Körper der Katze)! Es ist recht schmerzhaft, wenn du einen Muskel verletzt. Spritze nicht senkrecht, sondern denke daran, dass du in die „Tür” des Zeltes spritzen musst.

 

                       

 

Verwende Spritzen nicht noch einmal! Stumpfe Spritzen verlangsamen das Eindringen in die Haut. Sieh dir dies Bild von einer gebrauchten Spritze an! Aua!!

 

                     

Verwende an der Injektionsstelle keinen Alkohol! Es ist nicht notwendig. Es macht die Injektion nur schmerzhafter, und für dich wird es auch schwieriger festzustellen, ob du falsch gespritzt hast (du kannst nicht den „nasses- Fell –Test” machen).

Nun folgt der psychologische Teil!

Gib deiner Katze die Injektionen immer am selben Platz (du kannst diesen Platz auch für die Blutzuckermessungen nehmen). Es ist der Platz, wo deine Katze weiß, dass „es ernst wird”. Es bedeutet aber auch, dass der Rest des Hauses „sicher” ist. Schleiche nicht hinter deiner Katze her und stich in sie rein, wenn sie an „ihrem Platz” ist. Damit erreichst du nur, dass sie sich versteckt.

Für meinen Kater Boots war der Injektionsplatz bei seiner Futterschüssel. Während er den Kopf über der Schüssel hatte und fraß, gab ich ihm seine Injektion. (Momentan ist Boots auf einem „Honeymoon” (insulinfreie Zeit), deshalb schreibe ich in der Vergangenheitsform). Er pflegte nur kurz eine Pause zu machen und mampfte dann weiter.

Gib der Katze nach der Injektion eine kleine Belohnung. Was immer deine Katze gerne mag, es sollte nur sehr wenig sein. Boots bekam eine einzige winzige Garnele (Shrimps) oder ein Leckerli. Wichtig sind jede Menge Streicheleinheiten und Lob!

Lass dich während deiner Vorbereitungen nicht ablenken. Geh nicht ans Telefon, kümmere ich nicht nebenbei noch um andere Haustiere, Kinder oder deinen Partner. Die Katze muss wissen, dass ihr (oder auch ihm) die volle Aufmerksamkeit gehört, es ist ihre spezielle Zeit zusammen mit dir. Denk auch daran, dass deine Gefühle sich auf deine Katze übertragen. Sei also zuversichtlich und sicher, dass du es schaffst! Wenn du aufgeregt bist und deine Hände zittern, wird deine Katze genauso nervös und unruhig. Du wirst eine Weile brauchen, um Routine zu bekommen, aber bald wirst du die Technik mit geschlossenen Augen beherrschen (obwohl wir dir dazu nicht raten!!)


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